Die Wintersonnenwende markiert auf der Nordhalbkugel einen besonderen Wendepunkt im Jahreslauf: Die Sonne erreicht ihren niedrigsten Mittagstand, der Tag ist so kurz wie zu keiner anderen Zeit des Jahres und die Nacht entsprechend lang. Danach nimmt die tägliche Helligkeit langsam wieder zu.
Wann ist die nächste Wintersonnenwende?
Mit dem folgenden Rechner siehst du auf einen Blick, an welchem Wochentag und Datum die nächste Wintersonnenwende stattfindet. Zusätzlich zeigt dir das Tool, wie viele Kalendertage bis dahin verbleiben. Das Ergebnis wird automatisch anhand des aktuellen Datums ermittelt.
Zeit & Datum
Wann ist Wintersonnenwende?
Die nächste Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel ist am
Bis zur nächsten Wintersonnenwende sind es noch 133 Tage.
Im Jahr 2026 liegt die Wintersonnenwende am Montag, dem 21. Dezember 2026. Sie kennzeichnet den astronomischen Winteranfang auf der Nordhalbkugel.
An welchem Datum ist die Wintersonnenwende jedes Jahr?
Die Wintersonnenwende findet nicht in jedem Jahr am exakt gleichen Kalendertag statt. In Deutschland und anderen Ländern Mitteleuropas fällt sie normalerweise auf den 21. Dezember. In einzelnen Jahren tritt sie erst am 22. Dezember ein. Sehr selten sind, abhängig von Zeitzone und langfristiger Kalenderentwicklung, auch andere Datumsangaben möglich.
Der Grund für diese Verschiebung liegt darin, dass ein tropisches Jahr nicht genau 365 Tage dauert. Die Erde benötigt für einen vollständigen Umlauf um die Sonne etwa 365 Tage und knapp sechs Stunden. Der Kalender gleicht diese Differenz durch Schaltjahre aus. Dadurch verschiebt sich auch der genaue Zeitpunkt der Sonnenwende innerhalb des Kalenders.
Entscheidend ist nicht der gesamte Kalendertag, sondern ein genau berechenbarer astronomischer Moment. Er tritt dann ein, wenn die Sonne auf ihrer scheinbaren Jahresbahn den südlichsten Punkt erreicht. Derselbe Zeitpunkt gilt weltweit, wird wegen der unterschiedlichen Zeitzonen jedoch nicht überall mit demselben Datum angegeben.
Bedeutung der Wintersonnenwende historisch und heute
Schon lange vor der Einführung moderner Kalender beobachteten Menschen den Lauf der Sonne. Die Wintersonnenwende war dabei leicht an den immer kürzer werdenden Tagen und dem anschließend wieder zunehmenden Tageslicht zu erkennen. Für landwirtschaftlich geprägte Gemeinschaften war diese Beobachtung wichtig, weil sie half, das Jahr zu gliedern und wiederkehrende Zeitabschnitte einzuordnen.
In vielen Kulturen galt die Sonnenwende als Übergang von Dunkelheit zu neuem Licht. Feuer, Kerzen, immergrüne Zweige und gemeinschaftliche Zusammenkünfte spielten deshalb bei verschiedenen winterlichen Bräuchen eine Rolle. Die konkreten Traditionen unterschieden sich je nach Region und Epoche deutlich.
Heute wird die Wintersonnenwende vor allem als astronomisches Ereignis wahrgenommen. Sie erscheint in Kalendern, Wetterbeiträgen und astronomischen Übersichten und dient als eindeutiger Termin für den Beginn des astronomischen Winters. Daneben greifen moderne Sonnenwendfeiern häufig ältere Licht- und Naturmotive auf, ohne dass damit zwangsläufig eine bestimmte religiöse Bedeutung verbunden ist.
Auch im Alltag bleibt der Termin interessant. Nach der Sonnenwende werden die Tage wieder länger. Zunächst fällt die Veränderung kaum auf, doch im Verlauf des Januars wird die zunehmende Helligkeit deutlich spürbarer.
Alles über die Wintersonnenwende
Die Wintersonnenwende verbindet Astronomie, Kalenderrechnung, Jahreszeiten und kulturgeschichtliche Entwicklungen. Um den Tag richtig einzuordnen, lohnt sich ein genauer Blick auf seine wichtigsten Merkmale.
Was geschieht bei der Wintersonnenwende?
Die Erdachse ist gegenüber der Umlaufbahn der Erde um die Sonne geneigt. Während des Jahres ist deshalb abwechselnd die nördliche oder die südliche Erdhalbkugel stärker zur Sonne ausgerichtet. Zur Wintersonnenwende ist die Nordhalbkugel am weitesten von der direkten Sonneneinstrahlung weggeneigt.
Die Sonne beschreibt an diesem Tag ihre niedrigste Bahn über dem Horizont. Sie geht vergleichsweise spät auf und früh wieder unter. Daraus ergeben sich der kürzeste helle Tagesabschnitt und die längste Nacht des Jahres.
Beginnt an diesem Tag der Winter?
Ja, nach astronomischer Einteilung beginnt mit der Wintersonnenwende der Winter auf der Nordhalbkugel. Er endet mit der Tagundnachtgleiche im März, die den astronomischen Frühlingsanfang markiert.
Davon zu unterscheiden ist der meteorologische Winter. Er beginnt jedes Jahr bereits am 1. Dezember und umfasst die Monate Dezember, Januar und Februar. Diese feste Einteilung erleichtert die Auswertung und den Vergleich von Wetter- und Klimadaten.
Ist die Wintersonnenwende überall am selben Tag?
Der astronomische Zeitpunkt ist weltweit derselbe. Die Datumsanzeige kann sich trotzdem unterscheiden, weil die Erde in verschiedene Zeitzonen eingeteilt ist. Liegt der berechnete Moment in Mitteleuropa beispielsweise kurz nach Mitternacht, kann in einer weiter westlich gelegenen Zeitzone noch der vorherige Kalendertag gelten.
Wenn du eine Datumsangabe prüfst, solltest du deshalb darauf achten, für welches Land oder welche Zeitzone sie berechnet wurde.
Wie lang ist der kürzeste Tag?
Die genaue Tageslänge hängt vom Standort ab. Je weiter nördlich du dich befindest, desto kürzer ist der helle Tagesabschnitt rund um die Wintersonnenwende. Innerhalb Deutschlands bestehen daher merkliche Unterschiede zwischen nördlichen und südlichen Regionen.
In hohen Breiten kann die Sonne während des Winters zeitweise gar nicht über den Horizont steigen. Dieses Phänomen wird als Polarnacht bezeichnet. In der Nähe des Äquators verändert sich die Tageslänge dagegen im Jahresverlauf nur wenig.
Warum ist der früheste Sonnenuntergang nicht genau an der Wintersonnenwende?
Der kürzeste Tag, der früheste Sonnenuntergang und der späteste Sonnenaufgang fallen normalerweise nicht auf dasselbe Datum. Dafür sind unter anderem die Neigung der Erdachse, die elliptische Form der Erdbahn und die dadurch wechselnde scheinbare Geschwindigkeit der Sonne verantwortlich.
In Deutschland liegt der früheste Sonnenuntergang meist schon einige Tage vor der Wintersonnenwende. Der späteste Sonnenaufgang folgt häufig erst danach. Entscheidend für den kürzesten Tag ist die gesamte Zeitspanne zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Werden die Tage danach sofort länger?
Nach dem Moment der Wintersonnenwende nimmt die astronomische Tageslänge wieder zu. Am Anfang handelt es sich allerdings nur um kleine Veränderungen. Je nach Standort und Betrachtungsweise können einzelne Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangszeiten zunächst den Eindruck vermitteln, dass sich kaum etwas bewegt.
Über mehrere Tage hinweg zeigt sich die Entwicklung eindeutig: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang wird länger. Bis zur Sommersonnenwende im Juni setzt sich dieser Trend fort.
Ist die Wintersonnenwende ein Feiertag?
Nein. In Deutschland ist die Wintersonnenwende weder ein gesetzlicher noch ein allgemein anerkannter kirchlicher Feiertag. Geschäfte, Schulen und Behörden richten ihre Öffnungs- oder Arbeitszeiten daher nicht nach diesem Termin.
Der Tag kann jedoch auf ein Wochenende oder in die Nähe der Weihnachtsfeiertage fallen. Zudem gibt es private, kulturelle oder naturbezogene Veranstaltungen, die sich mit der Sonnenwende beschäftigen.
Was ist der Unterschied zur Sommersonnenwende?
Die Sommersonnenwende bildet den Gegenpunkt im Jahreslauf. Sie findet auf der Nordhalbkugel im Juni statt und bringt dort den längsten Tag sowie die kürzeste Nacht des Jahres. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Tageslänge wieder ab.
Während bei uns Wintersonnenwende ist, erlebt die Südhalbkugel gleichzeitig ihre Sommersonnenwende. Die Jahreszeiten sind dort gegenüber der Nordhalbkugel vertauscht.
Wie wird der Zeitpunkt berechnet?
Für die Berechnung wird die scheinbare Position der Sonne auf der sogenannten Ekliptik betrachtet. Die Dezember-Sonnenwende ist erreicht, wenn die Sonne ihre südlichste Deklination beziehungsweise eine bestimmte ekliptikale Länge erreicht.
Moderne astronomische Berechnungen können diesen Zeitpunkt sehr präzise bestimmen. Für den alltäglichen Kalendergebrauch genügt meistens das Datum. Wissenschaftliche Angaben enthalten zusätzlich die genaue Uhrzeit und die verwendete Zeitzone.
Welche Rolle spielen Schaltjahre?
Ein Kalenderjahr mit 365 Tagen ist etwas kürzer als der tatsächliche Umlauf der Erde um die Sonne. Ohne Korrektur würden sich Jahreszeiten und Kalenderdaten langfristig gegeneinander verschieben. Deshalb erhält der Februar in der Regel alle vier Jahre einen zusätzlichen Tag.
Die Schaltjahrregel erklärt mit, warum die Sonnenwende nicht jedes Jahr zur gleichen Uhrzeit stattfindet. Nach einem Schaltjahr springt der Zeitpunkt innerhalb des Kalenders häufig wieder zurück. Dabei gilt: Jahre, die durch 100 teilbar sind, sind normalerweise keine Schaltjahre. Sind sie zugleich durch 400 teilbar, bleibt der zusätzliche Februartag erhalten.

